Geschichte

Börtlingen wurde 1202 das erste Mal urkundlich erwähnt. Es unterstand lange dem Kloster Adelberg. Als dieses im Zuge der Reformation im Jahr 1535 aufgelöst wurde, kam Börtlingen unter die Herrschaft des protestantischen Klosteramtes Adelberg. Börtlingen selbst war Sitz eines Stabes in diesem Klosteramt. Mit Auflösung der Klosterämter 1807 kam der Ort zum Oberamt Göppingen, dem Vorläufer des heutigen Landkreises.

1975 wurde gemeinsam mit den Nachbargemeinden der Gemeindeverwaltungsverband „Östlicher Schurwald“ gegründet. Zu seinen Aufgaben gehört u.a. die Trägerschaft der Schurwald Haupt- und Realschule in Rechberghausen.


Von Schendelesmachern und Gugelhopfern

Durch das Anfertigen von Dachschindeln ernährten sich im 19. Jahrhundert die ärmsten Einwohner Börtlingens. Wegen dieses Gewerbes bekamen die Börtlinger von ihren Nachbarn den Necknamen „Schendelesmacher“.

Der andere Name für die Börtlinger Bürger geht auf eine Episode mit dem ehemaligen Ministerpräsident Dr. Reinhold Maier zurück:

Dieser ging auf dem Kaisersträßchen beim Börtlinger Ortsteil Breech spazieren. Eines Tages ging eine Breecher Bäuerin ein Stück des Weges mit ihm, ohne ihn zu kennen. Man kam ins Gespräch und kurzum beauftragte sie ihn, ihrem Sohn in der Nachbargemeinde einen Gugelhopf, den sie gerade frisch gebacken hatte, mitzunehmen, so könne sie sich den Weg sparen. Die Bäuerin verabschiedete sich mit Dank und der Bitte, den Kuchen aber auch wirklich abzuliefern. So geschah es dann auch und die Börtlinger hatten einen weiteren Spitznamen: Die „Gugelhopfer“.