Zu Beginn der Gemeinderatssitzung hatten die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt an das Gremium zu richten.
Eine Bürgerin erkundigte sich nach der aktuellen Belegung des Gebäudes Ortsstraße 10 in Breech sowie nach einer möglichen weiteren Unterbringung von Personen. Bürgermeisterin Sabine Catenazzo informierte, dass derzeit sechs Personen in dem Gebäude untergebracht sind. Darüber hinaus ist vorgesehen, dort vier weitere Personen unterzubringen.
Ein weiterer Bürger fragte nach, wer die Aufstellung des Geschwindigkeitsmessgeräts in der Hohlgasse in Breech veranlasst habe. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Batterie des Geräts längere Zeit leer gewesen sei und daher keine Messungen hätten stattfinden können. Bürgermeisterin Catenazzo erläuterte, dass der Bauhof das Messgerät während der Umleitungsphase aufgestellt habe. Auch wenn das Gerät inzwischen außer Betrieb sei, habe es während der Umleitung zumindest zu einer gewissen Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer beigetragen.
Erweiterung des Urnengemeinschaftsgrabfeldes; Abrechnung der Maßnahme
Der Gemeinderat nahm die Abrechnung der Erweiterung des Urnengemeinschaftsgrabfeldes auf dem Friedhof Börtlingen zur Kenntnis. Mit der Maßnahme wurden 18 neue, doppelt belegbare Urnenbestattungsplätze geschaffen, sodass künftig bis zu 36 Urnenbeisetzungen in diesem Grabfeld möglich sind.
Neben der Erweiterung des Grabfeldes wurden zwei Rot-Eichen gepflanzt und ein bestehender Weg saniert. Die Arbeiten konnten erfolgreich abgeschlossen werden.
Besonders erfreulich ist, dass die Gesamtkosten mit 23.145,65 Euro deutlich unter der ursprünglichen Auftragssumme von 27.553,20 Euro lagen. Damit konnten 4.407,55 Euro eingespart werden.
Das neue Grabfeld wird bereits gut angenommen: Bislang haben dort bereits drei Bestattungen stattgefunden.
Der Gemeinderat nahm die Abrechnung der Maßnahme einstimmig zustimmend zur Kenntnis.
Verschiedenes
Sanierung des Sanitärbereichs im Kinderhaus Grashüpfer – Vergabe der Montage der Trennwände
Der Gemeinderat hat die Lieferung und Montage neuer Trennwände für den Sanitärbereich des Kinderhauses Grashüpfer vergeben. Bürgermeisterin Sabine Catenazzo informierte, dass zwar ein zweites Angebot einer auswärtigen Firma rund 700 Euro günstiger ausgefallen sei, allerdings noch kein Aufmaß erfolgt sei und unklar sei, ob die Arbeiten innerhalb des engen Zeitfensters der Sommerferien abgeschlossen werden könnten.
Zusätzlich können Kosten eingespart werden, da der gemeindliche Bauhof die Demontage der bestehenden Trennwände übernimmt.
Aus dem Gemeinderat wurde betont, dass die Beauftragung eines örtlichen Unternehmens Vorteile biete. Neben kurzen Reaktionszeiten bei möglichen Reparaturen sei auch die Abstimmung mit den weiteren beteiligten Handwerksbetrieben einfacher.
Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, den Auftrag für die Lieferung und Montage der Trennwände an die Firma Wenzel aus Börtlingen zum Angebotspreis von 7.998,47 Euro brutto zu vergeben. Die Arbeiten sollen während der Sommerferien durchgeführt werden, sodass der Sanitärbereich pünktlich zum neuen Kindergartenjahr wieder uneingeschränkt genutzt werden kann.
Verschiedenes
Schulsozialarbeit
Bürgermeisterin Sabine Catenazzo informierte das Gremium darüber, dass am folgenden Tag ein Vorstellungsgespräch für die Stelle der Schulsozialarbeit stattfindet. Mit der Einführung sollen Schülerschaft, Lehrerinnen und Betreuungspersonal unterstützt werden.
Abnahme des Geh- und Radweges
Der neu hergestellte Geh- und Radweg wurde zwischenzeitlich gemeinsam mit den beteiligten Firmen abgenommen. Dabei wurden noch einzelne Mängel festgestellt, die im Zuge der Gewährleistung behoben werden müssen. So ist unter anderem die im Rahmen des Breitbandausbaus entfernte Entwässerungsmulde wiederherzustellen, außerdem müssen einzelne Pflastersteine ausgetauscht werden. Auch die Netze BW wird die Arbeiten an der neuen Beleuchtung noch vor Beginn der Wintermonate abschließen.
Handwerkeraktion am Treppenweg
Mit einem besonderen Dank schloss Bürgermeisterin Sabine Catenazzo den öffentlichen Teil der Sitzung. Sie würdigte die gelungene Sanierung des Treppenwegs, die im Rahmen einer gemeinsamen Handwerkeraktion umgesetzt wurde. Ihr Dank galt den beteiligten Firmen, dem gemeindlichen Bauhof sowie Andreas Held, der die Arbeiten koordiniert hatte. Die Maßnahme sei von der Bevölkerung bereits vielfach positiv aufgenommen worden und trage zu einem attraktiven Ortsbild bei.
Schülerferienprogramm
Bürgermeisterin Sabine Catenazzo informierte den Gemeinderat über das diesjährige Schülerferienprogramm und bedankte sich beim AKKiD für die Organisation des abwechslungsreichen Angebots. Neben der beliebten Aktion „Abtauchen in die Ferien“ findet in diesem Jahr erstmals am letzten Schultag eine „School's out-Party“ statt. Die Gemeinde freut sich auf zahlreiche teilnehmende Kinder und Jugendliche und bedankt sich bei allen Ehrenamtlichen und Vereinen, die das Ferienprogramm unterstützen.
Gemeinsames Mittagessen
Auch das gemeinsame Mittagessen vom Krankenpflegeverein erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Nachdem beim ersten Termin 38 Personen teilgenommen hatten, kamen trotz der sommerlichen Hitze auch beim zweiten Mittagessen noch 25 Gäste zusammen. Bürgermeisterin Sabine Catenazzo freute sich über die positive Resonanz und die vielen guten Gespräche, die das Angebot ermöglicht.
Förderung für die Digitalisierung der Regenüberlaufbecken
Erfreuliche Nachrichten gibt es bei der geplanten Digitalisierung der Regenüberlaufbecken: Die beantragte Förderung wurde grundsätzlich bewilligt. Der offizielle Förderbescheid sowie die genaue Höhe der Förderung stehen allerdings noch aus.
In diesem Zusammenhang wies der Kämmerer Herr Engel darauf hin, dass verspätete Förderbescheide die Kommunen zunehmend vor finanzielle Herausforderungen stellen. Da Zuschüsse häufig erst nach Vorliegen der Bescheide abgerufen werden können, müssen notwendige Investitionen regelmäßig über Kassenkredite zwischenfinanziert werden.
Tempo 30 an der Ortsdurchfahrt
Bürgermeisterin Sabine Catenazzo informierte den Gemeinderat über die Ergebnisse der Verkehrsschau, die am 2. Juli 2026 gemeinsam mit der zuständigen Verkehrskommission stattgefunden hat. Nach Einschätzung der Fachbehörden liegen die rechtlichen Voraussetzungen für eine durchgängige Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h entlang der gesamten Ortsdurchfahrt derzeit nicht vor.
Auf Bitte der Gemeindeverwaltung wird jedoch der Ortseingang aus Richtung Zell im Rahmen einer weiteren Verkehrsschau am 1. Oktober 2026 nochmals gesondert betrachtet. Dabei sollen die einzelnen Gefahrenstellen sowie insbesondere die Sichtverhältnisse und Querungsmöglichkeiten nochmals eingehend bewertet werden. Hintergrund sind die von der Gemeinde vorgebrachten Bedenken hinsichtlich der Sicherheit, insbesondere für Schulkinder.
Darüber hinaus schlug Bürgermeisterin Catenazzo vor, eine zweite Geschwindigkeitsmessanlage zu beschaffen. Diese könnte dauerhaft an einer Gefahrenstelle installiert werden und so gleichzeitig aussagekräftige Messdaten liefern, die der Gemeinde bei Gesprächen mit dem Straßenverkehrsamt als Grundlage dienen.
Aus dem Gemeinderat wurde angemerkt, dass eine unterschiedliche Geschwindigkeitsregelung innerhalb der Ortsdurchfahrt nur schwer nachvollziehbar wäre. Bürgermeisterin Catenazzo erläuterte, dass die Entscheidung über eine Geschwindigkeitsbeschränkung letztlich beim Straßenverkehrsamt liege und die Gemeinde darauf keinen unmittelbaren Einfluss habe. Sie sprach sich dafür aus, dass auch Mitglieder des Gemeinderats an der erneuten Verkehrsschau teilnehmen, um die örtlichen Gegebenheiten gemeinsam mit den Fachbehörden zu erörtern.
Weitere Berichte folgen in den kommenden Ausgaben des Schurwaldboten.
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