Aktuelles aus Börtlingen

Sprechstunden des Bürgermeisters

BM Wenka befindet sich vom 28.01. bis 18.02.2020 in einer Reha-Maßnahme. Vertretung hat in dieser Zeit innerhalb des Rathauses, Hauptamtsleiterin Frau Sabine Catenazzo, Tel. 07161/95331-0.

In sonstigen dringenden Fällen hat die Vertretung die stellvertretende Bürgermeisterin GR´tin Karin Hess, Im Bild 25, Tel. 07161/53947.

Bürgermeisteramt

Bürger-App für Börtlingen gestartet

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung die Bürger-App Börtlingen offiziell freigegeben.

„Eine erfreuliche Neuigkeit für uns – ab sofort gibt es für unsere Gemeinde eine Bürger-App“, so übereinstimmend die Damen und Herren des Gemeinderates.

Die App bietet einen Überblick über das Geschehen in Börtlingen, die Möglichkeit, die Inhalte des Amtsblattes auch mobil zu lesen, die neusten Informationen zu Vereinen und lokalem Gewerbe und einen aktuellen Veranstaltungskalender der Region.

So hält die App die Bürgerschaft immer auf dem Laufenden über alles, was in unserer Gemeinde passiert.

Sie finden das Neueste aus dem Rathaus, zu Veranstaltungen aber auch alles rund um „Vereine und Co.“. Über den aktuellen Mitteilungsblatt-Artikel ist man mittendrin im Gemeinschaftsleben von Börtlingen.

BM Wenka bedankt sich anlässlich des Starts für die Kooperation mit Nussbaum-Medien und blickte auch in die digitale Zukunft – weitere Optimierungen werden kommen!

Die Bürger-App Börtlingen lädt man ganz einfach herunter, entweder bei „App-Store“ oder bei „Google-Play-Store“. Die Gemeinde freut sich auf eine lebhafte Resonanz und eine gute Verbreitung innerhalb der Bürgerschaft. Für Anregungen und Hinweise ist man dankbar.

Starten auch Sie die Bürger-App Börtlingen!

Börtlinger Landwirte in Sorge um ihre Familienbetriebe

Die bäuerlichen Familienbetriebe sorgen sich seit geraumer Zeit wegen ihrer Zukunftschancen. Verschiedene Börtlinger Landwirts sind aktuell in der Vereinigung „Land schafft Verbindung/LSV „ aktiv. Über eine Veranstaltung mit Mahnfeuer berichtete die Stuttgarter Zeitung:

Bauern werben um Verständnis und Kunden

Mit einer öffentlichen Betriebsführung und einem anschließenden Mahnfeuer lud die Vereinigung „Land schafft Verbindung" (LSV) im Landkreis Göppingen dazu ein, sich ein Bild von der lokalen Lebensmittelproduktion zu machen. Von Philipp Braitinger

Es herrscht Unmut in der Region. Während einer öffentlichen Führung über seinen Milchviehbetrieb in Börtlingen nahm Michael Mohring (36) kein Blatt vor den Mund. „die Landwirte werden an den Pranger gestellt“, kritisierte er. Um Verbrauchern einen Blick hinter die Kulissen der örtlichen Lebensmittelproduktion zu ermöglichen, hatte die Vereinigung „Land schafft Verbindung“ (LSV) im Kreis Göppingen für den Samstag zu einer Hofbesichtigung mit einem anschließenden Beisammensein an einem Feuer eingeladen.

Das Insektensterben, der CO²-Ausstoß der Rinderzucht oder hohe Nitratwerte im Boden durch das Düngen sind nur drei Beispiele, wofür sich offenbar viele Landwirte verantwortlich gemacht fühlen. Dabei sei die örtliche Lebensmittelproduktion für das Klima und die Umwelt weitaus besser, als „das aus Südamerika importierte vegane Tofu-Schnitzel“, versicherte Mohring den Besuchern.

Inzwischen konkurrieren die örtlichen Bauern im Supermarkt mit Agrarbetrieben aus der ganzen Welt. Eine zentrale Rolle komme deshalb dem Verbraucher zu, sagte Daniel Zürn (32), der ebenfalls in Börtlingen einen Milchviehbetrieb führt. „Uns riecht der Verbraucher nur, wenn wir Gülle fahren“, sagte er am Rande der Betriebsführung, an der rund 50 Besucher teilgenommen haben.

Mohring erinnerte sie daran, dass inzwischen kaum noch Bauernhöfe in den Kerndörfern vorhanden seien. Noch vor 30 oder 40 Jahren habe es in vielen Nachbarschaften Bauern gegeben. Die Verbraucher hatten damit einen direkten oder dauernden Einblick in die Lebensmittelproduktion vor Ort. Inzwischen seien die Höfe aber fast überall an die Peripherie der Ortschaften gewandert. „Das hat die Menschen von uns entfremdet“, glaubte er. In seinem Milchviehbetrieb hält Mohring 120 Kühe der Rasse Holstein. Alle 14 Monate sollte eine Kuh gebären. Rund 8000 Liter Milch produzierte das Tier durchschnittlich pro Jahr, erklärt der Fachmann. Wer sich auskennt, merkt allein daran, dass die Milchkühe speziell gezüchtet und besonders gefüttert werden. Die Kühe der Großvätergeneration hätten etwa 2000 Liter Milch pro Jahr gegeben, verdeutlichte Mohring. Heute könne sich das aber kein Landwirt mehr leisten.

Dass es auch bei einem Agrarbetrieb um das Geschäft geht, daraus machte Mohring keinen Hehl. „Wir sind kein Gnadenhof, wir müssen produzieren, und wir müssen davon leben“, stellte er klar. Nach durchschnittlich drei Kälbern und einer Lebensdauer von 5,5 Jahren gehe es für die Kühe zum Schlachter. Für die männlichen Nachkommen der Kühe ist bereits viel früher der Schlachthof vorgesehen. Sie werden zu Kalbfleisch verarbeitet.

Sorgen bereitet vielen Bauern der Preisdruck auf dem Weltmarkt. Den hiesigen Landwirten würden umfangreiche Vorschriften gemacht, was die Produktion zum Teil verteure. Gleichzeitig würden Hürden für Importe abgebaut, klagte Mohring. Unter welchen Umständen in Südamerika oder Asien produziert werde, sei aber kaum zu kontrollieren. Im Supermarktregal konkurrierten die Produkte jedoch im selben Regal wie die heimischen Erzeugnisse um die Gunst der Verbraucher, von denen viele vor allem auf den Preis schauten.

Wenn er sich etwas wünschen könnte, dann würde er sich mehr Käufer wünschen, die auf Regionalität bei Landwirtschaftsprodukten achteten und dafür auch einen angemessenen Preis bezahlten, sagte Mohring. Seinen Betrieb könne er nur mit Subventionen aufrechterhalten, berichtete er. Dabei wäre es ihm lieber, wenn er für seine Erzeugnisse am Markt einen Preis bekommen würde, der ihm ein Auskommen sichern würde.

Angebote für Veganer, die keine tierische Produkte essen, könnten im Kreis Göppingen nicht umfangreich angebaut werden. Es werde vor allem Grünland bewirtschaftet, erklärte Mohring. Für andere Pflanzen seien viele der Landwirtschaftsflächen nicht oder schlecht geeignet. Etwas anderes als Wiederkäuer zu füttern, bleibe den Bauern also kaum übrig, erläuterte er. „Anders kann man das Grünland nicht verwenden“. Und zuletzt lebe auch die Kulturlandschaft davon, dass sie von den Bauern bewirtschaftet werde.

Das Börtlinger Jahr 2019 in Zahlen

2011

2012

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

Einwohnerzahl

gesamt

1727

1720

1707

1729

1716

1727

1716

1707

1710

Börtlingen

1334

1327

1325

1352

1353

1363

1357

1370

1369

Breech

148

148

146

136

129

122

123

116

119

Zell

245

245

236

241

234

242

236

221

222

Weiblich

867

860

853

866

863

868

864

864

863

Männlich

860

860

854

863

853

859

852

843

847

Zuzüge

68

75

89

112

77

97

90

85

98

Wegzüge

87

93

84

82

87

93

109

85

96

Geburten (auch außerhalb)

20

14

11

10

14

18

17

11

18

Sterbefälle (auch außerhalb)

20

21

14

18

17

11

9

20

17

Eheschließungen

12

3

8

10

6

6

6

5

7

Baugesuche

14

10

14

24

14

20

18

10

17

Sitzungen und Ortstermine des Gemeinderats

16

19

18

19

21

15

17

15

16

Landesfamilienpass (Gutscheine 2020)

 

Die Gutscheinkarten 2020 zum Landesfamilienpass sind eingetroffen und können unter Vorlage des Landesfamilienpasses ab sofort beim Bürgermeisteramt abgeholt werden. Mit dem Landesfamilienpass können landeseigene Schlösser und Schaugärten vergünstigt bzw. unentgeltlich besucht werden. Das Angebot wird durch Freizeitparks und Museen ergänzt - hier werden Ermäßigungen bis zum freien Eintritt möglich.
 

Einen Landesfamilienpass können Familien erhalten, die in häuslicher Gemeinschaft

  • mit mindestens drei kindergeldberechtigenden Kindern leben,
  • aus nur einem Elternteil bestehen und mit mindestens einem kindergeldberechtigenden Kind zusammenleben,
  • mit einem kindergeldberechtigenden schwerbehinderten Kind (Grad der Behinderung von mindestens 50) zusammenleben,
  • SGB-II- oder kinderzuschlagsberechtigt sind und mit mindestens einem kindergeldberechtigten Kind zusammenleben oder
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) erhalten und mit mindestens einem kindergeldberechtigten Kind zusammenleben.

Im Landesfamilienpass sind alle berechtigten Personen eingetragen. Bei Änderungen des Personenkreises ist ein neuer Landesfamilienpass zu beantragen. Sobald die vorgenannten Anspruchsvoraussetzungen nicht mehr vorliegen, muss der Familienpass dem Bürgermeisteramt zurückgegeben werden.

Anträge auf Ausstellung eines Landesfamilienpasses sowie die Gutscheine für 2020 können beim Bürgermeisteramt, Bürgerbüro, Zimmer 5, abgeholt werden.