Aktuelles aus Börtlingen

Bürgerversammlung 2017

 Seniorenzentrum für Börtlingen

Dem Thema entsprechend war die Bürgerversammlung mit rund 120 Bürgerinnen und Bürgern bestens besucht. Der Regionalleiter der Vinzenz von Paul/Gemeinnützige Gesellschaft für soziale Dienste und Einrichtungen Göppingen, Herr Roy Hummel, sowie der Leiter des Bereiches „Altenhilfe“, Herr Anton Glas, haben das soziale Unternehmen und das Börtlinger Projekt eingehend erläutert und vorgestellt.

In seiner Einführung ging BM Wenka nochmals auf den „besonderen Glücksfall für Börtlingen“ ein. Nach der Bürgerumfrage 2013 zum „Wohnen im Alter“, habe die Gemeinde rund 50 Träger von Althilfeeinrichtungen in Süddeutschland kontaktiert. Die Antworten seien eher ernüchternd gewesen – man möge sich dann wieder melden, wenn die Gemeinde 5.000 bis 8.000 Einwohner habe!? Gemeinsam mit dem Gemeinderat sei man aber am Thema dran geblieben, habe verschiedene Wohngemeinschaftsmodelle besichtigt und der gute Kontakt und die jahrelange konstruktive Zusammenarbeit seien letztlich dann mit dafür entscheidend gewesen, dass Vinzenz von Paul sich für den Standort ihres ländlichen Seniorenzentrums in Börtlingen entschieden habe. Der Bürgermeister ging noch besonders darauf ein, dass die ausgezeichnete örtliche Nahversorgung und Infrastruktur für eine Gemeinde unserer Größenordnung mit entscheidend für diesen positiven Schritt gewesen seien. Das Seniorenzentrum werde auch künftig nachhaltig dazu beitragen, dass die örtliche Nahversorgung bis hin zur Arztpraxis stabilisiert und wohl erhalten bleibe.

Der Dank des Bürgermeisters galt besonders den Grundstückseigentümern und Landwirten, die ihm über Weihnachten und Neujahr ihm offene Türen für den notwendigen Grunderwerb zum Standort oberhalb der Turn- und Festhalle eröffnet hätten. Zuvor hat die Gemeinde 4 weitere Standortalternativen abgewogen.

Regionalleiter Roy Hummel erläuterte anhand der Machbarkeitsstudie den Umfang des Seniorenzentrums.

-       Hausgemeinschaftsmodell mit einer stationären Einrichtung von insgesamt 30 Pflegeplätzen

-       Ambulanter Beratungs- und Pflegestützpunkt für die Angebote der Sozialisation bis hin zur Nachbarschaftshilfe

-       5 bis 7 Seniorenwohnungen für Personen bzw. Ehepaar die bereits in einer Pflegestufe eingruppiert sind

-       Andachtsraum, Gemeinschaftsräume, Hauscafé und Hausgarten mit Terrassen

Er verwies auch darauf, dass mit dem Seniorenzentrum Börtlingen eine überörtliche Funktion erfülle. Der Standortentscheidung sei eine detaillierte Sozialanalyse der Region vorausgegangen.

Man gehe davon aus, dass rund 6 % der über 70-jährigen künftig einen Pflegeplatz benötigen; davon seien rund 40 % nicht mehr mobil. Das Hausgemeinschaftsmodell ermögliche die Pflege möglichst heimisch und auch noch weitestgehend selbstständig zu bewerkstelligen. Dafür sorgen auch entsprechende Hausbewirtschaftungsmitarbeiterinnen vor Ort.

Das Gebäude selbst wird oberhalb der Böschung bei der Turn- und Festhalle am nördlichen Ortsrand gebaut und wird seinen Hauptzugang mit entsprechenden Parkplätzen und einem Verwaltungsbereich von der Ortsdurchfahrt am nördlichen Ortsausgang her haben. Nach der ersten Machbarkeitsstufe, rechnet man mit einem Gebäude ca. 20 x 55 Meter, bei einer Höhe von voraussichtlich von ca. 10 Meter. Ein kompaktes 3-stöckiges langgezogenes Anwesen, das entsprechend in die Landschaft eingepasst werden muss. Der Regionalleiter machte auch deutlich, dass mit Baukosten von zwischen 3 und 4 Mill. Euro gerechnet werde und die Wirtschaftlichkeit des Seniorenzentrums hohe Priorität habe um überhaupt realisiert werden zu können. Die Zusage zum Bau in Börtlingen stehe aber und bereits im Herbst 2017 möchte man den Grunderwerb tätigen.

Der Zeitplan von Vinzenz von Paul sieht das Jahr 2018 als Planungsphase und Baustart gegen Ende 2018. Nach dem Bau in 2019 soll dann Anfangs 2020 eröffnet werden.

Für BM Wenka ist noch ein anstrengender Planungsweg zu beschreiten. Die Gemeinde muss den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan aufstellen. Eine entsprechende Umweltplanung ist erforderlich, die auch Auflagen zu naturschutzrechtlichen Ausgleichsflächen innerhalb des Quartiers beinhaltet. Themen der Erschließung und Parkierung sind ebenso zu klären, wie die weitere konkrete Gestaltung des doch relativ großen Baukörpers.

Vinzenz von Paul und die Gemeinde Börtlingen sind aber auf der Grundlage der bisherigen konstruktiven vertrauensvollen Zusammenarbeit optimistisch, dass man die notwendigen weiteren Planungsschritte, die jetzt noch zu bewältigen seien, gemeinsam auch mit Einbeziehung der Bürgerschaft, des Gemeinderates und des Krankenpflegevereines gut überwinden können. Fragen zum Projekt betrafen die Architektur, den künftigen berechtigten Personenkreis, den Unterschied zwischen normaler Pflege und dem Hausgemeinschaftsmodell, aber auch die Seniorenwohnungen, die Erschließung und Belegung des Objekts. Die wunderbare landschaftliche Lage, so Herr Hummel, werde auch dafür sorgen, dass Wohnen und Pflegen den Standort die Einrichtung attraktiv mache. Sorgen auf Nutzungseinschränkungen für die angrenzenden Sportstätten seien unberechtigt, man wünsche sich Leben rund um die Pflegeeinrichtung.

Wortmeldungen betrafen gerade auch das Thema „Tagespflege“, diese werde künftig in Wäschenbeuren, Wangen und Rechberghausen, bestens abgedeckt, so Herr Glas. Für die notwendige Tagespflege in Börtlingen werde es Fahrdienste zu den Einrichtungen geben. Weitere Fragen betrafen die landschaftliche Einbindung, die Voraussetzungen zur Miete der Seniorenwohnungen und überdachte Stellplätze für die Seniorenwohnungen. In diesem Zusammenhang wurde auch die bisherige Demenz-Betreuungsgruppe sehr gelobt und zugesagt, dass diese auf jeden Fall fortgesetzt werde. Je nach Bedarf, so wie bisher im ökumenischen Gemeindehaus oder im neuen Seniorenzentrum. Herr Hummel wird auch überprüfen, ob evtl. 2 bis 3 Tagespflegeplätze evtl. doch „im Pflegebereich“ eingestreut werden können.

Bürgermeister Wenka bedankte sich abschließend nochmals beim Gemeinderat für die Unterstützung des Projekts, bei den betroffenen Grundstückseigentümern, sowie Herr Hummel und Herrn Glas von Vinzenz von Paul für die ersten vertrauensvollen gemeinsamen Schritte und gab seine Hoffnung auf eine Eröffnung nach einer gemeinsamen konstruktiven Planungs- und Bauphase im Frühjahr 2020 Ausdruck.

Sein Dank galt aber auch den Mitgliedern des Krankenpflegevereins. Nachdem das Projekt die Gemeinde hinsichtlich Grunderwerb und Erschließung, sowie die Bauplanung und die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen mit voraussichtlich 150.000 € belaste, ist man für den Beschluss zur Gewährung eines Zuschusses zum Grunderwerb in Höhe von 35.000 € äußerst dankbar. Die Gemeinde zeige damit, dass sie insgesamt das Seniorenzentrum als „Dorf-Gemeinschaftsprojekt“ ansehe.

Hundekot gehört in die Hundetoilette

Beschwerden aus der Bürgerschaft veranlassen uns nochmals auf das Thema Hundekot hinzuweisen. In Börtlingen gibt es rund 110 Hunde und viele Hundehalter halten sich an die Spielregeln. Leider gibt es immer wieder Hundehalter, die sich nicht um die Hinterlassenschaft ihrer Tiere kümmern. In der Polizeiverordnung der Gemeinde ist ausdrücklich geregelt, dass Halter oder Führer eines Hundes dafür zu sorgen haben, dass der Hundekot nicht auf Gehwegen, in Grün- und Erholungsanlagen oder in fremden Vorgärten und landwirtschaftlichen Grundstücken abgelegt wird. Dennoch dort abgelegter Hundekot ist unverzüglich zu beseitigen, nachdem es sonst mit einem Bußgeld belegt wird.

Die Gemeinde hat an vielen Punkten rund um den Ort Hundetoiletten aufgestellt. Dort können bequem Kottüten für den Hundekot entnommen und bei der Rückkehr nach dem Befüllen wieder eingeworfen werden. Bitte denken Sie daran, die Beutel nicht einfach in die Landschaft zu werfen, sondern in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter.

Bitte beachten Sie, dass das Betretungsverbot für landwirtschaftliche Grundstücke ab 1. April generell natürlich auch für Hunde gilt. Die Hundebesitzer bitten wir dies zu beachten und zu respektieren.

Danke für Ihr Verständnis und Ihre aktive Unterstützung.

Bürgermeisteramt Börtlingen

Wo ist der verkehrsberuhigte Bereich?

Im Bereich der Hohlgasse, Ortsteil Breech, hat sich der verkehrsberuhigte Bereich am Spielplatz über lange Jahre bestens bewährt. Dies soll auch so bleiben – obwohl seit einiger Zeit das entsprechende Verkehrsschild fehlt. Die Gemeinde Börtlingen hatte die Hoffnung, dass das Schild spätestens nach dem 1. Mai wieder auftaucht. Leider hat sich dieser Wunsch nicht erfüllt.

Nun muss die Gemeinde auf Kosten der Steuerzahler 180 € in die Hand nehmen und ein neues Schild beschaffen – völlig unnötig!

Sachdienliche Hinweise über den Verbleib des Schildes werden vertraulich an das Rathaus, wenka@boertlingen.de, Tel. 07161/95331-0 erbeten.

Das Abmontieren von Verkehrsschildern ist kein Kavaliersdelikt, sondern als Eingriff in den Straßenverkehr wird es auch bestraft.

Stiftungsrat „Stiftung Börtlingen“ konstituiert

Ende 2016 haben wir im Schurwaldboten ausführlich über die Einrichtung der „Stiftung Börtlingen“ berichtet. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 13.12.2016 neben Bürgermeister Franz Wenka und Gemeinderat Dieter Teichmann Herrn Pfarrer Theodor Tröndle, Herrn Wolfgang Baumung und Frau Andrea Maier berufen. Darüber hinaus ist auch der „Stifter“ Hannsgeorg Kramer berufen. Der Stiftungsrat hat sich kürzlich zu seiner konstituierenden Sitzung im Rathaussaal getroffen. Bürgermeister Wenka hat allen Mitwirkenden zur Übernahme des Ehrenamtes gedankt und auch nochmals Herrn Kramer den besonderen Dank des Gemeinderates für seine großherzige Zuwendung ausgesprochen.Nun gilt es, die „Stiftung Börtlingen“ auch mit Leben zu erfüllen. Darüber hat das Gremium sehr ausführlich beraten. Die Stiftung soll zur eigenverantwortlichen Bewältigung gesellschaftlicher Aufgaben in Börtlingen mitwirken und in diesem Sinn den Gemeinschaftsgeist, die Mitverantwortung, sowie das Ehrenamt fördern und stärken. Über die Anregung bürgerschaftlichen Engagements soll darüber hinaus ein Beitrag zur positiven Weiterentwicklung Börtlingens geleistet werden. Ganz im Sinne dieser Stiftungszwecke hat man sich vorgenommen, in unbürokratischer pragmatischer Weise junge Menschen, Kinder und Jugendliche in Börtlingen zu fördern, bei unvorhergesehenen Notfällen Hilfe zu leisten, und darüber hinaus für den Stiftungsgedanken weiter in der Gemeinde zu werben. Hierzu soll ein Info-Flyer erarbeitet und auch auf der Homepage der Gemeinde Börtlingen die Stiftung und ihre Aktivitäten vorgestellt werden. Ganz konkret soll es nach den Sommerferien werden. Geplant ist eine Veranstaltung für junge Börtlinger/innen im Alter von ca. 12 – 17 Jahren.Angesichts der allgemeinen Zinssituation ist derzeit noch nicht vorhersehbar, über welche Stiftungserträge man zum Jahresende verfügen kann. Deshalb ist die Stiftung dringend auch auf allgemeine Spenden angewiesen. Zuwendungen bis 1.000 € werden als Spende behandelt. Zuwendungen von mehr als 1.000 € gehen in die Verbesserung des Grundstocks der „Stiftung Börtlingen“.Gerne nimmt die Stiftung noch größere Zustiftungen entgegen. Hierfür ist auch im Stiftungsrat ein Platz reserviert.Spenden und Zustiftungen an folgende Konten:Raiffeisenbank Wangen
IBAN: DE 47 6006 9685 0434 0390 04
BIC: GENODES 1RWAKreissparkasse Göppingen
IBAN: DE 90 6105 0000 0000 0026 44
BIC: GOPSDE6GXXXFür Fragen rund um die Stiftung steht Bürgermeister Wenka jederzeit gerne zur Verfügung.

Seniorenkreis Börtlingen – wie geht es weiter? –

Anlässlich eines Bürgeressens haben kürzlich Frau Pfarrerin Schipprack-Tröndle und Herr Bürgermeister Wenka mit einigen interessierten älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern auch über die Thematik „Seniorenkreis“ gesprochen.

Das Ergebnis ist erfreulich!

Ab Donnerstag, 11. Mai 2017 wird es nachmittags ab 14.30 Uhr einen „Kaffeetreff für Senioren“ im Pavillon der Bäckerei Kauderer geben. Dieser gemütliche Kaffeetreff wird dann bis Jahresende jeweils am 2. und 4. Donnerstag des Monats angeboten.

Schon jetzt hat es sich herumgesprochen - auch außerhalb dieser künftigen Zeiten treffen sich Senioren zur gemütlichen Runde bei der Bäckerei Kauderer. Darüber hinaus wird es in der bekannten Form donnerstags im Bürgerhaus noch 1 Begegnung vor, bzw. 2 Begegnungen nach den Sommerferien mit Kaffee und Programm geben.

Der erste Termin für das Treffen des Seniorenkreises  im Bürgerhaus steht fest:

Donnerstag, 29. Juni 2017
14.30 Uhr Bürgerhaus
„Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung – welche Gestaltungsform soll ich wählen?“
Vortrag und Gespräch mit Rechtsbeistand Erwin Hees. Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Krankenpflegeverein Börtlingen und der Schurwald-VHS. Näheres in Kürze noch im Schurwaldboten.

Nun aber gilt es, den ersten Termin zum „Kaffeetreff für Senioren“, Donnerstag, 11. Mai 2017, 14.30 Uhr vorzumerken. Am Tag nach der Bürgerversammlung steht Ihnen dabei auch Bürgermeister Wenka für Fragen zur Gemeindearbeit im Bäckerei-Pavillon gerne zur Verfügung.

Natürlich suchen wir auch weiterhin ein Team, das die äußerst wichtige Arbeit des Seniorenkreises – in welcher Form auch immer – fortsetzt. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich einfach bei uns.

Nützen Sie all diese Möglichkeiten zur gemeinsamen Begegnung!

Frau Pfarrerin Schipprack-Tröndle

Herr Pfarrer Bernhard Schmid

Bürgermeister Franz Wenka